Harzer Wandernadel

Harzer Wandernadel (Stempel 59, 79, 87) – Der siebte Wandertag – 9. Januar 2024

In der zweiten Januarwoche habe ich das schöne Wetter genutzt, um rund um Blankenburg noch ein paar Stempel für die Harzer Wandernadel zu sammeln. Bei etwas Schnee, minus 10 Grad und strahlendem Sonnenschein ein ganz besonders tolles Erlebnis 🙂

  • Start/Ziel: Blankenburg – Parkplatz Kloster Michaelstein
  • Wegepunkte:
    • HWN 59 „Klostergrund Michaelstein“
    • HWN 87 „Volkmarskeller“
    • HWN 178 „Otto-Ebert-Brücke“
  • Strecke: ca. 15,6 km
  • Höhenmeter: 300 m ⇑, 300 m ⇓
Quelle: Komoot

Früh morgens machte ich mich auf den Weg in Richtung Blankenburg im Harz. Der Himmel war wolkenlos und es versprachen schönen Tag zu werden.

Der Sonnenaufgang noch zu Hause

Bei den kalten Temperaturen war so gut wie nichts los auf dem Parkplatz am Kloster Michaelstein.

Für alle E-Autofahrer: Hier gibt es auch Ladesäulen der Blankenburger Stadtwerke!

Ich zog meine Winterwanderstiefel an, schulterte meinen Rucksack und los ging es. Nachdem ich am Klostertor vorbeigelaufen bin, startete der Weg gleich sehr schön. Der Weg war leicht verschneit und rechts am Wegesrand plätscherte der Klostergrundbach… sehr idyllisch 🙂

Hier geht es auf das Klostergelände
Traumhaft 🙂

Nach ein paar hundert Metern bin ich links einen kleinen Stichweg reingegangen um mir den ersten Stempel vom Klostergrund Michaelstein zu holen. Den Abstecher hätte ich mir im Nachhinein schenken können, denn auf dem Rückweg bin ich dort noch einmal vorbei gekommen 😉

Den ersten Stempel gibt es schon nach ein paar hundert Metern – Nr. 59 „Klostergrund Michaelstein“

Nach dem Stempeln ging ich zurück auf den Hauptweg und es ging immer weiter geradeaus in Richtung Volmarskeller, meinem zweiten geplanten Stempel für den Tag.

Weiter geht es in Richtung Volkmarskeller
Die erste Schutzhütte am Wegesrand
Die Kälte formt schöne Eisformationen am Wegesrand
Ein Gedenkstein für acht Bergleute die am 16. März 1893 bei einer Dynamitexplosion ums Leben gekommen sind
Während des ganzen Weges zum Volkmarskeller hat man den Klostergrundbach an seiner Seite
Unterwegs auf dem Wege deutscher Kaiser und Könige des Mittelalters im Harz
Und der zweite Stempel für heute – Nr. 87 „Volkmarskeller“

Der Volkmarskeller ist eine Karsthöhle, die wohl von einem Einsiedler namens Volkmar um 950 besiedelt wurde. Um zur Höhle zu gelangen, muss man den Weg nach dem Stempelkasten noch ein wenig weiter gehen und dann an einem Schild rechts den Berg hoch kraxeln.

Hier geht es den Berg hoch
Die ursprüngliche Höhle wurde wohl mal durch eine Höhlenkirche erweitert
Auch wenn man im Internet Fotos von innen sehen kann, ich habe mich nicht hinein getraut 😉

Nachdem ich wieder heile auf dem Hauptweg gelandet war, bin ich zurück zum Stempelkasten gelaufen und dann ging es rechts weiter in Richtung Eggeröder Brunnen. Am Ortsrand angekommen habe ich den zweiten Hauptweg links herum genommen. Dieser Teil des Weges war sehr sonnig, da kaum noch Bäume standen. Ich habe es sehr genossen, dass die Kälte so tolle Eiskristalle im Schnee gebildet hat und konnte mich daran gar nicht satt sehen und ständig mein Handy zum fotografieren gezückt. Aber in natura sieht vieles trotzdem noch schöner aus 🙂

Auf dem Weg hatte man dann, wenn man einmal zurück blickte, auch eine tolle Sicht auf den Brocken.

Ein Blick zurück…
… und man konnte den Brocken in der Ferne sehen 🙂
Weiter geht es bei schönstem Sonnenschein 🙂

Nach ca. einem Kilometer auf diesem Weg bin ich links abgebogen und an einem Feld entlang gelaufen. Hier hatte ich das Glück einen Fuchs gleich zweimal beobachten zu können. Die Fotos sind leider nicht so gut geworden, da ich sie aus einem Video herausschneiden musste.

Der Fuchs das erste Mal 🙂
Und dann kam er nochmal aus dem Wald zurück 🙂

Kurz nach der Fuchsbegegnung kam ich dann an einen landwirtschaftlichen Betrieb, an dem ich rechts abbiegen musste. Hier konnte ich noch eine alte große Waage bestaunen, die aber offensichtlich schon lange nicht mehr benutzt wurde. Auf der Alten Elbingeröder Heerstraße ging es dann über drei Kilometer auf einem schönen Waldweg immer geradeaus.

Industriecharme aus vergangenen Zeiten
Hier wurde schon lange nichts mehr gewogen
Immer weiter geradeaus…
… und weiter…
… und weiter 😉

Schließlich kam ich dann an der Otto-Ebert-Brücke, meinem letzten Stempel für heute an.

Und der dritte Stempel des Tages – Nr. 79 „Otto-Ebert-Brücke“
Die Otto-Ebert-Brücke führt den Herzogsweg…
… über die Strecke der Rübelandbahn

Nachdem ich die Brücke überquert hatte und noch ein kleines Stück geradeaus gegangen bin, bin ich links in einen kleinen Waldweg abgebogen. Dieser führte mich meist bergab in Richtung Eichenberg.

Im Schnee war der kleine Weg gar nicht so einfach zu finden 😉
An der Unterführung bin ich nicht hindurch, sondern nur vorbei gegangen

Kurz bevor der Waldweg auf die B27 in Richtung Blankenburg traf, ging mein Weg wieder links den Berg hinauf. Oben angekommen hatte ich eine tolle Sicht über Blankenburg.

Und wieder bergauf 😉
Der Aufstieg hat sich gelohnt 🙂

Und dann brauchte ich nur noch den Hinweisschildern zurück zum Kloster Michaelstein folgen. Da dieses aber genau am anderen Ende von Blankenburg liegt, hatte ich noch ca. 3,4 Kilometer vor mir. Am Kloster kam ich dann wieder bei den Teichen raus. Hier war ich ja heute früh schon einmal, als ich mir den ersten Stempel geholt habe 😉 Ich schaute mir noch ein bisschen das Klostergelände an, bevor ich dann zurück zum Parkplatz ging.

Einfach immer den Hinweisschildern folgen 🙂
Bastteich 2
Angekommen an den Klosterteichen
Auf dem Klostergelände kann man auch beim Klosterfischer übernachten
Das Museumsgebäude
Entlang der Klostermauer
Hier schließt sich mein Rundweg 🙂
Es war schon etwas kälter… meine Trinkflasche im Seitenfach meines Rucksacks war schon leicht eingefroren 😉

Zur Stärkung bin ich dann nach Blankenburg rein gefahren.

Das Rathaus im Zentrum von Blankenburg

Im Restaurant „Altdeutsches Kartoffelhaus“ habe ich mir dann eine Schüssel Kartoffelsuppe und einen warmen Waldbeerstrudel gegönnt. Die Bedienung dort war sehr freundlich und das Essen hat sehr lecker geschmeckt. Von mir unbedingt eine Empfehlung 🙂

Von der Marktstraße gelangt man über eine kleine Passage und eine Treppe zum Altdeutschen Kartoffelhaus
Eine Schüssel Kartoffelsuppe mit Halberstädter Würstchen
Und zum Nachtisch noch einen warmen Waldbeerstrudel 🙂

Ach, das war ein rundherum gelungener Tag 🙂

**********************************************************

Ergebnis des Tages: Drei Stempel für die Harzer Wandernadel!

Ergebnis aller Wanderungen für die Harzer Wandernadel zusammen:

  • 22 Stempel für die Harzer Wandernadel (Aktueller Status: Silber)
  • 2 Sonderstempel
  • Gewanderte Strecke insgesamt: ca. 78,01 km
  • Höhenmeter: 1.740 m ⇑, 1.990 m ⇓